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Eine Küche für Perama

In Perama, einer kleinen Hafenstadt nicht weit von Athen, leben etwa 60.000 Menschen, die Arbeitslosenquote beträgt 60 Prozent. Die Arbeitslosenunterstützung endet spätestens nach einem Jahr, dann sind die Betroffenen auf die Unterstützung durch Angehörige angewiesen.

Das Nachbarschaftszentrum Perama entstand 2011 im Zusammenhang mit den Besetzungen des Syntagma-Platzes. Jeden Montag treffen sich die Nachbar*innen zur Asamblea in ihren Ladenräumen. Regelmäßig nehmen 30 bis 50 Personen teil, zu besonderen Anlässen auch deutlich mehr. Insgesamt sind etwa 100 Familien einbezogen. Sie unterstützten sich gegenseitig dabei, den Alltag in der Krise zu bewältigen.

So organisieren sie zum Beispiel Aktionen gegen das Abschalten von Strom und gegen Zwangsräumungen. Gemeinsam mit anderen Initiativen konnten sie durchsetzen, dass Menschen ohne Geld den öffentlichen Nahverkehr in Athen und Perama kostenlos nutzen können. Mit Lebensmitteln und Kleidung versorgen sie nicht nur sich selbst, sondern unterstützen auch Flüchtlinge.

Solidaritätskampagne

Sie haben begonnen, die Nachbarschaft ein- bis zweimal pro Woche zum Essen einzuladen. Das regelmäßige gemeinsame Essen hilft gegen den Hunger und schafft solidarische Gemeinschaft.

Für die Ausstattung der Küche und für die laufenden Kosten sammeln wir nun Spenden - Wir suchen vor allem Menschen, die mit einem regelmäßigen monatlichen Betrag das Nachbarschaftszentrum unterstützen (siehe unten).

Unsere Solidarität gilt denen, die unter den Spardiktaten und der Ausplünderung ihres Landes zu leiden haben. Wir möchten mit dieser Spendenkampagne auch ein Zeichen setzen, und die rebellische Nachbarschaft in Perama ermutigen, nicht aufzugeben.

Wer die Solidaritätskampagne unterstützen möchte, kann sich hier den Flyer runterladen.

Viele gute Gründe, das Nachbarschaftzentrum Perama zu unterstützen, hat ein Kommentator auf der Website des Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin veröffentlicht, u.a.: "Seit 6 Jahren wird im Zentrum Solidarität und Widerstand gelebt. Ein wichtiger Aspekt des Zentrums ist der Kampf gegen die Faschisten in Griechenland. ... Mit ihrer Selbstorganisierung möchten sie einen weiteren Schritt in eine neue Gesellschaft, jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung gehen."

Das Nachbarschaftszentrum Perama legt Wert darauf, unabhängig zu sein vom Staat, von Parteien und Hilfsorganisationen. Es finanziert sich überwiegend aus Spenden der Griechenland-Solidaritätsbewegung in Deutschland.

Spenden-Info:

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Nachbarschaftszentrum Perama zu unterstützen:

  • Mit einer einmalige Spende, oder
  • mit einen monatlichen Unterstützungsbetrag.

Einmalige Spenden werden benötigt für die Anschaffung von einem Kühlschrank und einem Gasherd (gebraucht), sowie drei Edelstahltöpfen/-pfannen: Zusammen 3.500 Euro.
Die laufenden Kosten betragen für Miete und Heizung monatlich 350 bis 400 Euro. Hinzu kommen die Kosten für Lebensmittel von 700 Euro, wenn jedes Mal 100 bis 150 Essen gekocht werden.

Wenn mehr Geld zusammen kommt, können mehr Essen angeboten werden.

Wenn Ihr regelmäßig monatlich einen Betrag überweisen könnt

… dann ist das eine große Hilfe für das Nachbarschaftszentrum. Bitte schreibt uns eine Mail, mit welchem Betrag wir monatlich rechnen können, an perama@solioeko.de und richtet einen Dauerauftrag ein für das

Spendenkonto:
Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.
IBAN: DE77 200505501230126359
BIC: HASPDEHHXXX
Verwendungszweck: Perama
Für Spendenquittungen bitte den Namen und die Adresse angeben.

Auch einmalige Spenden sind willkommen.

Alle Spenden werden in voller Höhe an das Nachbarschaftszentrum weitergegeben.

Wieviel Geld ist bisher zusammen gekommen?

Der Eingang zum Nachbarschaftszentrum Perama

Bis zum 30. September 2017 sind insgesamt 7.294 Euro Spenden eingegangen:
- davon 6.545 Euro als einmalige Spenden
- mtl. Daueraufträge in Höhe von 260 Euro
Herzlichen Dank an alle SpenderInnen!
Wir benötigen nun vor allem weitere Zusagen für monatliche Zahlungen (jeder Betrag hilft), freuen uns aber ebenso über einmalige Spenden.
Die Anschaffungen wurden durch Eure Spenden bereits ermöglicht. Alle weiteren Gelder gehen in die laufenden Kosten für Miete, Heizung und Lebensmittel.
Wir werden Euch hier weiterhin über den Stand der Spendensammlung informieren.

Kontakt:

Spendenkampagne: perama@solioeko.de

Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.: Regina.Freuer@gmx.net

NETZ für Selbstverwaltung und Kooperation Berlin-Brandenburg e.V.: Elisabeth.Voss@netz-bb.de

Mehr Infos zum Nachbarschaftszentrum Perama

Regina Freuer berichtet regelmäßig in der Zeitung des Einwohnerverein St. Georg von 1987 Der Lachende Drache über das Nachbarschaftszentrum Perama und über die Spendenkampagne:

"Gemeinsam kochen heisst nicht nur essen" in Contraste 388, Januar 2017

"Besuch im sozialen Zentrum Perama" im Bericht der gewerkschaftlichen Solireisegruppe 2016 (pdf Seite 16),

Reisebericht der Solireisegruppe (2015) und

Solidaritäts-Website (Stand 2014)